12. Jänner 2004
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Schemaplan

CTR: Consulting - Training - Realisation

In Kürze

 

Die Umsetzung des schematischen Planwerks der Leitungen des Transportnetzes der Telekom Austria mittels einer computerunterstützten Lösung wurde vom TKZ/Abtlg. 24 Linientechnik im Jahr 1995 konzipiert.

Dieses Konzept wurde von der Firma CTR Hatzenberger & Nowotny OEG im darauffolgenden Jahr als AutoCAD-Applikation realisiert und in der Zeit danach weiter entwickelt.

Die Pflege dieser Applikation liegt jetzt bei DI Christoph Hatzenberger, CTR Beratung und Entwicklung.
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Einleitung

Eine AutoCAD-Applikation

Schemaplan Version 1.14

 

Auf Basis von AutoCAD sollte mittels moderner Entwicklungswerkzeuge eine digitale Abbildung des Transportnetzes erfolgen, die sowohl den Zeichner bei der Erstellung der Pläne unterstützt als auch im Betrieb den Plannutzern die notwendigen Informationen über Netzzugangsknoten liefert und so auch für Wartung und Instandhaltung gewinnbringend einsetzbar ist.

Die gleichzeitig vonstatten gegangene Vernetzung der Telekom (VTK/Unternehmens LAN) lieferte eine wichtige Basis für die Realisierung und wurde von Anfang an berücksichtigt. Mit Stand von Februar 2000 wird "Schemaplan" auf über 250 Arbeitsplätzen eingesetzt.
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Funktions-Umfang

Was, warum und wie

Das Netz im Überblick

 

Das Herz der Applikation ist die digitale Abbildung der Struktur des Transportnetzes der Telekom. Das bedeutet, dass alle Elemente (Kabel, Muffen, Schaltstellen) zwischen der Vermittlungsstelle und der Kabelausmündung (KA) netztechnisch richtig abgebildet werden können. Das geschieht entweder in Form des "gesamt-schematischen" Planwerks, wie es in großen Teilen Österreichs zum Einsatz kommt, oder in Form der Längen- und Muffenpläne in Kombination mit den KV-Bereichsplänen, einer Variante, die vor allem in Ballungszentren zum Einsatz kommt.

Obwohl dieser Umstand keinen vordergründigen Zusammenhang zum Arbeiten mit CAD hat, so bemerkt der Anwender doch, dass die von ihm gezeichneten Objekte nicht nur grafische Repräsentationen sind, sondern als Objekte so reagieren, wie das laut Netzstruktur notwendig ist. Kabel werden zum Beispiel automatisch mit Muffen verbunden und Kabel, die von einer Schaltstelle höherer Hierarchie zu einer solchen niedrigerer Hierarchie gezeichnet werden, schlagen bei der Eingabe ihrer Attribute sofort einen sinnvollen Wert für die Kabelbezeichnung vor.

Serie: Linien-Verfolgung

Serie: Linien-Verfolgung

Selbstverständlich wurde bei der Realisierung der Zeichenfunktionen auf die besonderen Bedürfnisse des schematischen Planwerks Rücksicht genommen. Dazu zählen der konfigurierbare Winkelfang für die Kabel, die einstellbaren Mindestabstände der Kabel sowie die automatische Verfolgung bereits gezeichneter Linien (siehe Abbildung; ein Klick auf's nebenstehende Bild zeigt's klarer ...) und vieles andere mehr.

Serie: Bestand - Projekt - Bestand

Serie: Vom Bestand über das Projekt zum Bestand

Das schematische Planwerk wird aber auch für die Planung des Netzausbaus verwendet, daher wurde auch die dafür notwendige Funktionalität berücksichtigt. Hier ist vor allem die gemeinsame Verwaltung von Projekt und Bestand in einem Datenbestand im Format von AutoCAD Zeichnungen zu erwähnen sowie die automatische Übernahme des realisierten Projektes in den Bestand. (Die nebenstehende Abbildung führt zu einer Serie von Illustrationen zu diesem Thema.)

Gerade der letzte Punkt bietet einen enormen Zeitgewinn gegenüber früheren Arbeitsweisen, da bis jetzt die Planwerke jedes Mal neu gezeichnet werden mussten.

Basis für die Einführung der digitalen schematischen Planerstellung waren aber nicht zuletzt auch der umfangreiche bereits vorhandene digitale Planbestand im Bereich der Naturbestandspläne und der von der Telekom eingekaufte Planbestand der DKM (Digitale Katastralmappe von Österreich).
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Entstehungs- Geschichte

Frühjahr 1995

Planung im TKZ/Abtlg. 24 GDV. Es entsteht ein etwa 100 Seiten starkes Pflichtenheft.
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Oktober 1995 Beauftragung der CTR Hatzenberger & Nowotny OEG
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April 1996

schemaplan ... designed by CTR

Fertigstellung der Version 1.0 für UNIX, die allerdings nie installiert wird, da die Entwicklung von AutoCAD auf der einen Seite (Abkündigung der UNIX-Versionen für nachfolgende Releases) und die strategische Entscheidung der Telekom in Richtung Windows NT und der vollständigen Vernetzung der Telekom (VTK) auf der anderen Seite eine Adaptierung erforderlich machen, die eine Installation nicht als sinnvoll erscheinen lassen.
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August 1996 Fertigstellung der Version 1.1 für Windows NT.
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Herbst 1996 Ausbildung der ersten Mitarbeiter der Telekom in AutoCAD und Schemaplan. Schemaplan kommt auf etwa 30 Arbeitsplätzen österreichweit zum Einsatz.
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Frühjahr 1997 Abschluss der ersten Installationsphase von Schemaplan 1.1 in allen Bundesländern. Der Betrieb wird durch die Definition eines hierarchisch aufgebauten Supports sichergestellt, der in den Dienststellen selbst (first level support) durch entsprechend ausgebildete Schemaplan Administratoren beginnt und über das TKZ (second level support) bis hin zu CTR (third level support) reicht. Dafür wurde mit CTR ein Supportvertrag abgeschlossen, der eine Antwortzeit von 30 Minuten garantiert.
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Dezember 1997 Bei einer Konferenz, bei der seitens der Telekom die leitenden Mitarbeiter der GenDION sowie die mit Schemaplan betrauten Mitarbeiter der Abteilung 24 des TKZ und seitens CTR die Entwickler teilnehmen, wird der Startschuss zur Weiterentwicklung gegeben.
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Sommer 1998

Die flächendeckende Installation von Schemaplan auf etwa 350 Arbeitsplätzen wird von der PTA geplant und mit den dafür flankierend notwendigen Schulungsmaßnahmen von CTR begleitet.

In zwei modernst ausgestatteten Schulungsräumen in Wien und Innsbruck werden innerhalb von über 90 Schulungswochen mehr als 280 Mitarbeiter der Telekom in bis zu vier unterschiedlichen Kursen auf den Einsatz von Schemaplan vorbereitet.

Die Erfahrungen, die bei der ersten Ausbildungsmaßnahme im Herbst 1996 gesammelt wurden, haben das Schulungskonzept beeinflusst, sodass gezielt entsprechende Kurse für Zeichner, Planer und Administratoren angeboten werden können.
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Herbst 1998 Portierung von Schemaplan auf die AutoCAD Version 14. Freigabe und Installation der Version 1.14.
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Sommer 1999 Fertigstellung der Version Schemaplan 1.14e, die Auftragnehmern der Telekom zur Verfügung gestellt werden soll, damit diese Daten an die Telekom liefern können. Mit dieser Version sind auch bereits einige Funktionalitäten realisiert, die für die künftigen Versionen von Schemaplan richtungsweisend sein werden, bei denen eine Anbindung an Datenbankserver forciert werden soll.
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Herbst 1999 Bei einem Kick-Off Meeting wird die Weiterentwicklung von Schemaplan im Bereich des LWL (Lichtwellenleiter-Netz) konkretisiert; derzeit wird in mehreren Arbeitsgruppen das Konzept aus Sicht der Telekom vorbereitet. CTR steht dabei als Berater vom Standpunkt des EDV-Spezialisten aus zur Verfügung.
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Jänner 2000 Nach einigen Pausen können die im Sommer 1998 begonnenen Schulungsmaßnahmen abgeschlossen werden.
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Technische Ausführungen zur Funktionalität

Blattschnittfreies Arbeiten

trotz Weiterführung der vorhandenen Blattverwaltung

Bei der Einführung von Schemaplan wurde darauf geachtet, dass das vorerst als Zeichenwerkzeug konzipierte Programm primär die vorhandenen Abläufe unterstützt. Dazu gehörte auch eine Weiterführung der Blattverwaltung im entsprechenden Blattschnitt.

Die Mappenblatt-Verwaltung

Mit den Mitteln der EDV sollte aber sichergestellt sein, dass beim Zeichnen blattübergreifend gearbeitet werden kann. Die schematischen Kabelpläne werden von der Applikation daher exakt im geforderten Blattschnitt verwaltet und auf den Datenservern vorgehalten, beim Arbeiten ist es dem Benutzer allerdings freigestellt, so viele Blätter wie notwendig zu laden und diese am Stück zu bearbeiten.

  Damit ist einerseits gewährleistet, dass der Zugriff auf ein einzelnes Mappenblatt das gewohnte vollständige Ergebnis aus der Sicht der Plandarstellung liefert. Auf der anderen Seite wird durch das Laden von größeren zu bearbeitenden Gebieten dem Benutzer das Transportnetz in seiner kompletten Hierarchie objektorientiert zur Verfügung gestellt, wodurch alle implementierten Funktionen ohne Berücksichtung des Blattschnittes angewendet werden können. Das bedeutet eine über Mappenblattränder arbeitende Längenaufrechnung, die die intelligente Topologie des Netzes nutzt.
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Verwaltung von Benutzern und Ortsnetzen

Auf Basis der bei der Telekom realisierten Vernetzung (VTK) wurde mit der Version 1.1 eine Benutzerverwaltung realisiert, die nicht nur den Zugriff auf die Applikation grundsätzlich steuert (die Rechte dazu werden durch Mitgliedschaft in einer spezielle Gruppe der Domäne verwaltet), sondern darüber hinaus auf Basis der Applikation eine Zuordnung von Ortsnetzen (eigentlich Anschlußbereichen) ermöglicht.
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Graphische Hilfsmittel - objektorientiertes Arbeiten

Schemaplan basiert auf der Realisierung einer datentechnischen Abbildung der Objekte des Transportnetzes der Telekom auf eine objektorientierte Datenstruktur.

Diese ist mit Eigenschaften und Methoden verbunden, die Bedingungen und Plausibilitäten definieren lassen. So müssen zum Beispiel Kabel mit sinnvollen Objekten (Muffen, Schaltstellen) miteinander verbunden werden, und es ist natürlich nicht möglich, mehr Doppeladern zu beschalten, als physisch im Kabel vorhanden sind.

In weiterer Folge führt der objektorientierte Ansatz dazu, dass es möglich ist, direkt bei der Erstellung neuer Einträge einerseits vorhandene Objekte als Bezug zu verwenden, andererseits neue Einträge so zu gestalten, dass sich diese an alle (sinnvoll prüfbaren) Regeln eines funktionierenden Netzes halten.

Als Beispiele seien hier die Parallelführung von Kabeln in der selben Trasse sowie der automatische Anschluss (die logische datentechnische Verknüpfung) eines Kabels mit einer Schaltstelle oder Muffe erwähnt.
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Planungshilfen

Übersicht mit DKM

Digitale Pläne werden immer mehr zur Selbstverständlichkeit. So existiert in Österreich die digitale Katastralmappe (DKM) demnächst flächendeckend, die Telekom selbst verfügt über detaillierte digitale Naturbestands- und Kabellagepläne und viele weitere Unternehmen und Gebietskörperschaften bieten ähnliches Planmaterial an.

Schemaplan stellt daher Funktionen zur Verfügung, die es nicht nur erlauben, diese Informationen als Hintergrundbild darzustellen, sondern auch die Übernahme von Elementen unter Berücksichtigung der Darstellungsform im schematischen Planwerk (Layer, Schriftstil, Textgröße) realisieren.

Für bekannte Planwerke (DKM, Naturbestand der Telekom) sind diese Vorgänge weitgehend automatisiert, für Planwerke unbekannter Herkunft und Rasterbilder so weit wie möglich menügesteuert abrufbar.
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Datenhaltung

Da das Konzept von Schemaplan 1.x eine Verfügbarkeit auf mehreren Betriebssystemen vorgesehen hat, erfolgt die Datenhaltung vollständig innerhalb von AutoCAD Zeichnungen im Format ".dwg".

Seit der Version 1.14e, die ja einen vollständigen Datenaustausch zwischen der Telekom und dem Auftragnehmer (externe Firmen, die als Zeichner für die Telekom tätig sind) vorsieht, ist eine Abbildung dieser Daten in einer Datenbank realisiert; damit ist ein großer Schritt in Richtung der zukünftigen Arbeitsweise von Schemaplan, nämlich Client-Server orientiert, getan.
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Weitere Informationen

Wir bemühen uns ...

Diese Seite kann nur einen groben Überblick über Einsatzgebiet, Stand der Entwicklung und technische Feinheiten geben, dient sie doch der Information von Interessenten, die sich ein Bild über die Applikation oder das Entwicklungsteam machen wollen.

Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, stehen wir von CTR Ihnen gerne persönlich zu einem Gespräch und einer Demonstration der Applikation zur Verfügung. Wenden Sie sich bitte an DI Christoph Hatzenberger.
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